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Von Farbe zu Begegnung

August 31, 20254 min read

Von Farbe zu Begegnung: Wie Kunst Räume für echte Begegnung schafft


Inhaltsverzeichnis:


Inspiration für diese Bilder

Ab und an greife ich beim Malen immer wieder zu Motiven mit Menschen – Menschen ohne Gesichter. Nicht "schön“, nicht "perfekt" – sondern "echt".

Ich plane das nicht bewusst – aber das Thema "Begegnung" taucht immer wieder auf.

Wie sehen sich Menschen an? Wie stehen sie zueinander? Was schwingt da mit – zwischen Nähe und Distanz? Sicherheit und Unsicherheit? Leichtigkeit und Spannung?

Und dann ist da dieser Moment: Ein Blick zwischen zwei Figuren auf der Leinwand, der mich selbst tief berührt. 

Als hätte ich nicht nur gemalt, sondern etwas sichtbar gemacht, das sonst im Verborgenen bleibt: die Kraft der Begegnung.

Warum ich Menschen male – ohne Gesicht, aber voller Ausdruck

Spaziergang

Wenn ich Menschen male, lasse ich ihre Gesichter bewusst weg. Nicht, weil sie keine Persönlichkeit haben – im Gegenteil. Denn sobald ein Gesicht zu konkret wird, beginnt unser Verstand zu bewerten: Wie alt ist sie? Was denkt er wohl?

So entstehen Bilder, in denen Menschen sich begegnen. Manchmal zart, manchmal kraftvoll. Immer ehrlich. Denn jede echte Begegnung ist mehr als ein Gespräch oder ein Blickkontakt. Sie ist eine energetische Bewegung – ein Raum, in dem etwas entstehen darf. Ein Bild kann genau diesen Raum öffnen – ohne Worte.

Kunst, die nicht erzählt – sondern gespürt wird

In meinen Bildern geht es nicht darum, eine Szene zu erzählen oder eine klare Botschaft zu vermitteln.
Es geht darum, etwas fühlbar zu machen.

Ich habe oft erlebt, dass Menschen vor einem meiner Werke innehalten - still werden. Nicht, weil sie verstehen – sondern weil sie etwas spüren. Etwas, das sich nicht leicht in Worte fassen lässt, aber dennoch da ist.

Begegnungen in der Kunst sind für mich keine Abbilder. Sie sind Spiegel. Sie zeigen nicht nur, was zwischen Menschen geschieht – sondern auch, was vielleicht fehlt.

Diese Zwischenräume – das Ungesagte, das Vage, das fast Übersehene – berühren uns oft tiefer als eine klare Aussage.

Eine Besucherin sagte einmal: "Ich weiß gar nicht, was es genau ist – aber ich fühle mich gesehen.“

Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch. Wenn ein Bild dich an eine alte Nähe erinnert. An eine Ver-bindung, die dir fehlt. Oder an das stille Staunen, wie viel zwischen zwei Menschen entstehen kann – ohne ein einziges Wort.

Und genau darin liegt für mich die Kraft solcher Bilder: Sie sprechen nicht zum Verstand, sondern zu dem, was darunter liegt: zum Herz.

Die Bilder im Blog-Beitrag

Einige der hier gezeigten Werke zeigen Menschen, die einander zugewandt sind – und sich doch nicht ganz berühren. Der Abstand zwischen ihnen ist spürbar, und gleichzeitig ist da eine Art von Verbindung. Es geht um den Moment davor – bevor man sich entscheidet, näher zu kommen oder zurückzuweichen.

BegegnungBegegnungen

Die Bilder sind bewusst reduziert – in Farbe und Form. Keine klare Szene, kein festes Motiv – aber eine spürbare Nähe. Es sind Bilder, die Raum lassen. Für das, was du mitbringst - für Erinnerungen an feine, vielleicht auch verletzliche Momente mit anderen Menschen.

Ein „Funken Freude“ – das Bild mit den lustigen Menschen

Lustige Menschen

Dieses Bild ist ein Kontrast zu den stilleren Werken. Bunt, verspielt, etwas schräg. Die Figuren lachen, gestikulieren, tanzen fast aus dem Bild heraus.

Es ist mein ganz persönlicher Gegenentwurf zur Alltags-Schwere. Es erinnert mich daran, wie heilsam Humor sein kann – auch in der Kunst. Und wie viel Leichtigkeit manchmal in einem schrägen Lächeln steckt.

Warum diese Bilder mehr sind als Szenen

Für mich ist jedes dieser Werke mehr als nur eine Komposition. Das Bild ist nicht dann „vollständig“, wenn es fertig gemalt ist, sondern wenn du es betrachtest. Denn erst dann beginnt die eigentliche Begegnung - zwischen dir und dem, was du darin siehst oder fühlst.

Erinnerst du dich beim Betrachten an eine eigene Situation? Vielleicht spürst du etwas, das du lange nicht gefühlt hast. Oder du bleibst einfach nur kurz still stehen – und spürst, da ist etwas, das mich gerade ruft.

Fazit – Kunst als Einladung zur Verbindung

In einer Welt, die laut und schnell ist, brauchen wir Räume, die still sind und offen. Kunst kann genau das sein: Ein Raum für Verbindung - zwischen Menschen, zwischen Gedanken, zwischen Herzen.
Ein Moment, in dem du nicht nur schaust, sondern fühlst.

Wenn du dich einlässt, erkennst du dich vielleicht selbst in einem Bild wieder – mit all deiner Sehn-sucht, deiner Freude, deiner Zartheit. Und du spürst, wie sehr wir solche Begegnungen brauchen.

Möchtest du selbst einem Bild begegnen?

Schreib mir gern, wenn dich eines der Werke angesprochen hat, oder wenn du spürst, dass du selbst ein Bild brauchst, das etwas in dir sichtbar macht.

Ich freue mich auf den Austausch mit dir.

Ich bin Marion - Künstlerin mit Herz und Liebe zu Farben, Formen und feinen Zwischentöne. Meine Bilder entstehen intuitiv und erzählen Geschichten, die ohne Worte wirken. Auch meine Energiearbeit fließt in den kreativen Prozess mit ein. Im Blog teile ich Gedanken und Impulse, die berühren, inspirieren und stärken.

Marion Bohlen

Ich bin Marion - Künstlerin mit Herz und Liebe zu Farben, Formen und feinen Zwischentöne. Meine Bilder entstehen intuitiv und erzählen Geschichten, die ohne Worte wirken. Auch meine Energiearbeit fließt in den kreativen Prozess mit ein. Im Blog teile ich Gedanken und Impulse, die berühren, inspirieren und stärken.

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